Auch bei Teleskoparbeitsbühnen geht der Trend zum Elektromotor

Wie auch beim Pkw, geht der Trend auf dem Markt der Hubarbeitsbühnen verstärkt in Richtung Elektromotoren. Neben dem Umweltaspekt sprechen hier weitere Vorteile für den emissionsfreien Antrieb, wie z. B. der Lärmschutz und die Möglichkeit von Inneneinsätzen. Die Branche hat diesen Trend erkannt – die weltweit erste 38-Meter-Teleskoparbeitsbühne baute allerdings kein Hersteller, sondern ein internationales Vermietunternehmen.  

Hubarbeitsbühnen sind für verschiedene Gewerke eine oft genutzte Alternative, um Arbeiten in der Höhe sicher ausführen zu können – ganz gleich ob Scherenbühnen, Senkrechtlifte, Gelenkteleskop- oder Teleskopbühnen. Nahezu alle Ausführungen gibt es sowohl mit Diesel- als auch mit Elektromotor – allerdings nur bis zu gewissen Hubhöhen, abhängig vom Maschinentyp. Auf die gestiegene Nachfrage nach Elektro-Teleskopbühnen mit großen Hubhöhen haben Hersteller bisher noch nicht reagiert.  

Anders dagegen ein Vermietunternehmen. Riwal, ein international führender Spezialist im Bereich Vermietung und Verkauf von Höhenzugangsgeräten, hat bereits des Öfteren bewiesen, dass es Geräte von anerkannten Herstellern wie JLG individuell an die Bedürfnisse seiner Kunden anpassen kann. Mit der Umrüstung des JLG 1200SJP gelang es dem Unternehmen jetzt, die weltweit erste zu 100% elektrisch betriebene 38-Meter-Maschine zu entwickeln und diese Innovation in die Arbeitsbühnenbranche einzuführen.  

Die Umrüstung erfolgte mittels Austausch des Dieselmotors und des Kraftstofftanks durch einen Elektromotor, einem Akkupack, einem Ladegerät und einer Elektromotorsteuerung. Mit seinen Schlüsselfunktionen, wie einer Arbeitshöhe von 38 Metern und einer horizontalen Reichweite von 23 Metern, kombiniert mit der Stromquelle, stellt der JLG 1200SJP eine Lösung dar, die ein sicheres und produktives Arbeiten ohne Schadstoffausstoß und bei drastisch reduziertem Geräuschpegel ermöglicht. So kann bei Inneneinsätzen in viel größeren Höhen und Bereichen problemlos gearbeitet werden. Ebenso an Orten, in denen eingeschränkte Geräuschpegel gelten, wie z.B. in Wohngebieten.

Nachdem das Vermietungsunternehmen vorgelegt hat, bleibt abzuwarten wann die ersten Arbeitsbühnen Hersteller folgen und sich die Branche über weitere Bühnentypen mit Elektroantrieb freuen darf. Fest steht, die Vorteile in Bezug auf Umwelt und Einsatzgebiete sprechen für den Trend.

 

 


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