Warum ein KFZ Gutachten?

Als Grundlage zur Schadensabwicklung wird in den meisten Fällen ein KFZ-Gutachten von der Versicherung verlangt. Solch ein Gutachten darf nur von einem anerkannten Sachverständigen Gutachter erstellt werden und stellt eine nachvollziehbare und nachprüfbare Beurteilung des kompletten Schadens dar. Dabei arbeitet der Gutachter ohne externe Weisung und ist somit neutral und vor allem unabhängig. Ihre Ansprüche im Schadensfall können ganz unterschiedlich sein! Da man selber oftmals gar nicht weiß, welche Ansprüche man geltend machen kann, hilft ein Kfz-Gutachten. Ein Kfz-Kostenvoranschlag besteht lediglich aus einer Kalkulation und sollte nicht allein zur Schadensregulierung vorgelegt werden. Denn weitere Ansprüche wie Ausfallkosten, Minderwert, etc., werden bei einem Kfz-Kostenvoranschlag gar nicht erst ermittelt und gehen am Ende zu Ihren Lasten. Im Zuge eines Kfz-Gutachtens hingegen ermittelt der unabhängige Kfz-Gutachter neben den reinen Reparaturkosten viele weitere schadensrelevante Positionen. Dies hat für den Versicherer eine teurere Schadensregulierung zur Folge. Ein Gutachter bringt mit dem Kfz-Gutachten Transparenz in den Schadenfall und zeigt Ihnen Ihre Ansprüche auf.

 

Das KFZ-Gutachten muss vom Gutachter so verfasst werden, dass die Schäden auch von jemand, der nicht fachkundig ist, erfasst und nachvollzogen werden können. Dazu besitzt das Gutachten nicht nur eine schriftliche Dokumentation aller Schäden, sondern auch Teilelisten und entsprechende Zeichnungen oder Fotos. Der größte Unterschied zum Kostenvoranschlag besteht beim Kfz-Gutachten darin, dass das Risiko hier auf der Seite des Gutachters beziehungsweise der Werkstatt liegt. Fall sich später im Rahmen der Reparatur höhere Kosten ergeben, so hat der Fahrzeugbesitzer damit nichts zu tun. Es werden in dem Fall also die tatsächlich anfallenden Reparaturkosten erstattet und nicht nur die geschätzten beziehungsweise kalkulierten!

 

Das Anfertigen eines KFZ-Gutachtens ist sehr zeitaufwendig und daher auch nicht ganz günstig. Aus diesem Grund übernehmen die Versicherungen die Kosten für ein Kfz-Gutachten in der Regel erst ab einer Schadenshöhe von etwa 700 Euro. Liegt der Schaden unter dieser Grenze, so handelt es sich um einen Bagatellschaden. In dem Fall ist die regulierende Versicherung nicht dazu verpflichtet, die Kosten für die Erstellung des KFZ-Gutachtens zu übernehmen. Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein Kfz-Gutachten sinnvoll ist. Beispiele hierfür sind Unfälle oder der Kauf und Verkauf eines Fahrzeugs.


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